Ein richtig guter Blowjob: Techniken und Tipps für mehr Lust

Wie gelingt ein Blowjob, der sich wirklich gut anfühlt? Einige Stellen verdienen besondere Aufmerksamkeit, und schon ein paar grundlegende Bewegungen können die Erregung steigern. Mit etwas Übung kannst du seinen Orgasmus näher rücken lassen oder hinauszögern und das gemeinsame Spiel mit der Lust bewusster gestalten.

Was einen guten Blowjob ausmacht

Damit Oralsex beiden Freude bereitet, helfen ein paar einfache Grundregeln. So vermeidet ihr, dass einer von euch unzufrieden zurückbleibt.

  • Freiwilligkeit. Jeder darf jederzeit Nein sagen oder aufhören. Druck, Überreden und Zwang haben hier keinen Platz.
  • Gegenseitige Zärtlichkeit. Im Mund befinden sich vergleichsweise wenige Nervenenden, und einen Blowjob zu geben, fühlt sich nicht für alle automatisch angenehm an. Deshalb darf auch die gebende Person gestreichelt werden, statt dass nur einer genießt.
  • Dauer. Lange zu blasen, kann anstrengend sein. Kommt der Orgasmus nicht näher, lässt sich auf eine andere Art der Stimulation wechseln. Ihr müsst den Vorgang nicht endlos verlängern.
  • Ehrlichkeit. Passt etwas nicht oder fühlt sich für jemanden unangenehm an, sprecht darüber. Ein Gespräch während oder nach dem Sex hilft euch, einander besser kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen.
  • Schutz. Auch beim Oralsex können zahlreiche Infektionen übertragen werden. Gerade bei einer noch wenig vertrauten Person ist Schutz wichtig. Für Blowjobs empfiehlt sich ein Kondom, gern eine Variante mit angenehmem Aroma.

Diese Grundlagen tragen dazu bei, dass ihr beide euch wohlfühlt. Gute Technik ist hilfreich, aber die Art, wie ihr miteinander umgeht, ist ebenso wichtig.

So könnt ihr anfangen

Männer sind schnell erregt und brauchen kein langes Vorspiel – deshalb kann man den Penis einfach sofort in den Mund nehmen. Dieser direkte Einstieg ist weitverbreitet und vielseitig einsetzbar. Es gibt aber auch die andere Möglichkeit: ihn erst einmal ein wenig zappeln lassen.

Nähere dich dem Penis langsam und küsse zuvor andere Körperstellen. Von den Lippen über Hals, Brust und Bauch bis zu den Oberschenkeln, erst dann geht es weiter zu den Genitalien. An empfindlichen Stellen kannst du jeweils ein paar Sekunden verweilen und den Moment hinauszögern, in dem Lippen und Penis sich treffen.

Sind Mund und Intimbereich schließlich beieinander, muss es nicht sofort ans Saugen gehen. Erkunde den Penis zunächst mit Lippen und Zunge, als würdest du seine empfindlichen Stellen erst entdecken. Währenddessen wartet er ungeduldig auf kräftigere Reize und wird immer erregter.

Was einen Blowjob noch angenehmer macht

Ein paar einfache Hinweise helfen euch dabei, den Moment zu genießen.

  • Genug Feuchtigkeit. Damit alles geschmeidig gleitet, braucht es Feuchtigkeit. Häufig kommt Speichel zum Einsatz: Der ganze Penis wird damit benetzt, bis er gut gleitet. Reicht das nicht, kann Gleitgel die Bewegungen erleichtern.
  • Die Zähne bleiben außen vor. Berührungen am Penis sollten weich und fließend sein. Zieh die Lippen so über die Zähne, dass sie nicht stören. Druck und Bisse gefallen nur wenigen und können Verletzungen verursachen.
  • Übung. Ein Blowjob verlangt etwas Geschick. Außerdem gilt es, den Würgereflex zu überwinden. Dazu lässt sich mit einem Dildo üben; mit zwei bis vier Wochen Übung lässt sich sogar die Deepthroat-Technik erlernen. Bei den ersten Versuchen kann es allerdings zu Würgereiz kommen – am besten lässt du ihn davon nichts mitbekommen.
  • Die Hände dürfen mitmachen. Du musst nicht alles mit dem Mund übernehmen. Mit den Händen kannst du mehrere Stellen gleichzeitig verwöhnen.

Es lohnt sich, verschiedene Techniken kennenzulernen und sie später miteinander abzuwechseln.

Die Grundbewegungen

Viele Techniken beruhen auf denselben wenigen Bewegungen. Entscheidend ist, wie du sie kombinierst und welchen Rhythmus du findest.

  • Küsse. Feucht oder trocken, kaum spürbar oder ausgedehnt: Sie passen an jede Stelle.
  • Saugbewegungen. Das Spiel mit dem Druck im Mund ist ein wichtiger Teil eines guten Blowjobs. Nur mit dem Mund lässt sich dieses besondere Saugen erzeugen.
  • Berührungen mit der Zunge. Locker oder angespannt, ganz punktuell oder über eine größere Fläche: Je beweglicher die Zunge ist, desto abwechslungsreicher wird es.
  • Massage mit den Händen. Sie verstärkt die Empfindungen und bezieht zusätzliche Zonen ein.

Du kannst die Bewegungen einzeln kennenlernen und anschließend miteinander verbinden.

Blowjob-Techniken

Die einfache O-Technik

Die Lippen formen ein O und bedecken die Zähne. Sie gleiten am Schaft auf und ab, während der Penis die Zunge oder den Gaumen berührt. Ist genügend Feuchtigkeit vorhanden, kann sich das für ihn sehr angenehm anfühlen.

Dabei lässt sich mit dem Druck im Mund spielen: Beim Hochgehen wird Luft eingesogen, beim Abwärtsgehen eingeatmet. Dieser leichte Unterdruck verstärkt das Gefühl.

Die Hände können ergänzen. Weil der Penis nicht vollständig im Mund verschwindet, bleiben ein Teil des Schafts und der Hodensack für deine Handflächen frei. Bewege Hände und Kopf in dieselbe oder in entgegengesetzte Richtungen. Du kannst beispielsweise mit leichtem Saugen nach oben gleiten, während die Hände nach unten wandern, als würden sie den Penis sanft in die Länge ziehen.

Tipp zur Ausführung:

Bleib im Rhythmus. Je näher der Höhepunkt rückt, desto wichtiger wird die Beständigkeit. Stopps und Unterbrechungen können die Erregung wieder abklingen lassen und den Orgasmus hinauszögern.

Wie ein Eis am Stiel

Diese neckende Technik eignet sich besonders für den Anfang. Die Zunge bleibt weich. Lecke vom Hodensack nach oben, als würdest du ein Eis genießen. Verweile nicht endlos an derselben Stelle, sondern versuche, den ganzen Penis einzubeziehen.

Das Tempo darf wechseln: mal langsamer, mal schneller. Mit einem Gleitgel mit Geschmack erinnert das Ganze beinahe an ein Dessert. Leise Kussgeräusche oder Stöhnen machen es sinnlicher; lautes Schmatzen dagegen eher nicht.

So lässt sich die Technik ergänzen:

Der Anblick kann sehr reizvoll sein. Gib ihm die Gelegenheit zuzuschauen und wähle eine Position, in der nichts die Sicht versperrt.

Schmetterlingsflügel

Hier arbeitet vor allem die Zunge. Sie wird angespannt und bewegt sich sehr schnell: berühren, lösen, wieder berühren – wie die Flügel eines Schmetterlings. Der Penis kann dabei im Mund sein oder sich vor deinem Gesicht befinden. Eichel, Vorhautbändchen und Eichelrand lassen sich auf diese Weise verwöhnen.

Bewege die Zunge auf und ab oder seitlich hin und her. Das erfordert etwas Ausdauer. Wird es anstrengend, wechsle zu einer anderen Technik.

Was die Technik abwechslungsreicher macht:

Nicht nur die Zungenspitze kann mitspielen. Auch die seitliche Fläche oder Unterseite der Zunge lässt sich einsetzen und fühlt sich manchmal sogar bequemer an.

Deepthroat

Diese Technik ist anspruchsvoll. Dabei wird der Penis vollständig aufgenommen. Dafür müssen Zunge und Rachen eine Linie bilden; ohne den Kopf nach hinten zu neigen, gelingt das nicht.

Beim Eindringen kann der Würgereflex einsetzen. Durch Training lässt er sich überwinden. Steigt währenddessen ein Würgereiz auf, versucht man zu gähnen, um die Muskeln zu entspannen.

Als besonders fortgeschritten gilt es, zu schlucken, während der Penis im Rachen liegt. Das schafft zusätzliche Empfindungen. Von einem „königlichen Blowjob“ spricht man, wenn es gelingt, beim Deepthroat gleichzeitig die Hoden zu lecken.

Wie man Deepthroat lernen kann:

Es gibt entspannende Gele und Gleitmittel für Oralsex, die diese Technik ohne Schwierigkeiten ermöglichen. Auch damit ist Übung nötig, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Wie ihr den Blowjob ausklingen lasst

Ein guter Blowjob endet mit einem Orgasmus und damit mit dem Samenerguss. Ob sie das Sperma schlucken möchte, entscheidet die Frau selbst. Gelangt es weit hinten auf die Zunge, ist der Geschmack kaum wahrnehmbar.

Wer nicht schlucken möchte, kann das Sperma auf Gesicht, Körper oder Hand lenken. Ein bereitgelegtes Tuch ist praktisch, damit nichts verschmutzt.

Häufige Fragen

Warum wird mir von Sperma übel?

Sperma hat einen eigenen Geschmack und Geruch, die unangenehme Empfindungen auslösen können. Das ist normal. Du darfst aufs Schlucken verzichten, damit du dich wohlfühlst.

Wie sage ich ihm, dass ich keine Blowjobs mag?

Ein ehrliches Gespräch hilft. Sex ist freiwillig, und Zwang hat dabei nichts zu suchen. Du musst deine Ablehnung nicht einmal begründen – ein Nein genügt. Sprecht darüber, damit er dir diese Idee nicht immer wieder vorschlägt.

Mir selbst macht ein Blowjob keinen Spaß. Ich mache es für ihn. Kann ich lernen, es zu mögen?

Pornofilme vermitteln oft das Bild, dass Frauen Blowjobs grundsätzlich gern geben. Dabei wird die gebende Person nicht selbst körperlich stimuliert und empfindet womöglich vor allem Befriedigung durch die Reaktion des Mannes. Deshalb lässt sich die Begeisterung dafür schwer einfach antrainieren; die gegenteilige Behauptung ist häufig irreführend.

Wenn du den Blowjob angenehmer erleben möchtest, verbindet ihn mit Berührungen, die dir selbst gefallen. Er kann deine Brust oder deinen Intimbereich streicheln oder dich auf andere Weise erregen. Auch ein Vibrator oder die Stellung 69 kann euch ermöglichen, gleichzeitig Lust zu erleben.

Andere Artikel